Häufig ist in den Medien die Rede von Unternehmen, die Personendaten sammeln und unter Umständen auch weitergeben. Aber nicht nur Privatunternehmen interessieren sich für unsere persönlich Daten, auch Behörden legen mitunter eine erhebliche Neugierde an den Tag.

Surfshark hat die Transparenzberichte der Tech-Konzerne Google, Facebook, Microsoft und Apple auf Nutzerdatenabfragen von Regierungsseite innerhalb der letzte acht Jahre untersucht, die Ergebnisse für den europäischen Raum zeigt die Statista-Grafik.

Demnach ist Malta besonders neugierig, was die Daten der Bevölkerung angeht – rund 765 Nutzerdatenabfragen kommen hier auf 100.000 Einwohner:innen. Zweitgrößte Nachfrager in Europa ist Deutschland. In der Bundesrepublik gab es zwischen 2013 und 2020 etwa 293.660 Benutzerdatenabfragen bei den Tech-Firmen, also etwa 353 pro 100.000 Einwohner:innen. In den meisten Fällen kommen diese Anfragen von den Sicherheitsbehörden des Landes. Und der Datenhunger der Staaten wächst – seit 2013 ist die Anzahl der abgefragten Nutzerdaten um rund 213 Prozent angestiegen.

Von den 66 weltweit untersuchten Ländern liegen sieben EU-Mitglieder in den Top 10 der Nationen mit den meisten Abfragen. Singapur, Australien und die USA komplettieren das Ranking. Letztere sind für etwa ein Drittel der mehr als drei Millionen Nutzerdatenabfragen verantwortlich, die insgesamt seit 2013 bei Google und Co. eingegangen sind. Google hat von allen Unternehmen die meisten Anfragen erhalten. Mit etwa 58 Prozent teilweise oder kompletter Offenlegung gibt die Alphabet-Tochter jedoch weniger preis als Facebook mit rund 76 Prozent.

Quelle: Statista