Für eine online Zahlungsdienst ist es der Super-GAU: Eine Datenpanne. „Erwischt“ hat es Anfang Juni 2021 den schwedischen Dienstleister Klarna. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 90 Millionen aktiven Kunden und wickelt Zahlungen für mehr als 250.000 Händler  in 17 Ländern ab.

Klarna selber hat das Datenleck bei den zuständigen Behörden gemeldet. Für – nach Angaben von Klarna – etwa 30 Minuten war der Zugriff auf fremde Kundenprofile möglich. Und diese Info verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Medien. Dort wurden auch entsprechende Screenshots gepostet.

Es sollen etwa 9.500 Kunden betroffen sein. Allerdings, so Klarna, war keine gezielte Abfrage von Kundeninformationen möglich. Trotzdem konnten auf den veröffentlichten Screenshots Zahlungen und Bankverbindungen nachverfolgt werden.

Klarna-User können durch eine Anfrage an das Unternehmen klären, ob sie betroffen sind. Ob sich daraus eine Schadensersatzforderung ergibt, muss im Einzelfall geprüft werden.