Wie bereits berichtet, hatte die Hamburgische Datenschutzbehörde eine Datenpanne beim schwedischen Textilhandelsunternehmen H&M untersucht.

Durch eine technische Panne konnten ein Großteil der Mitarbeiter im Kundenzentrum auf einen Ordner mit sensiblen Informationen zugreifen. In diesem Ordner waren, so die Dienstleistungsgewerkschaft VERDI, nicht nur Arbeitsverträge oder Personalunterlagen sondern auch „Gesprächsnotizen“ gespeichert. Diese Gesprächsnotizen stammen aus Gesprächen der Führungskräfte mit Mitarbeitern und enthielten Informationen wie zum Beispiel Krankheitsverläufe oder zu Partnerschaften.

Jetzt hat der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar einen Bußgeldbescheid in Höhe von 35.258.707,95 Euro ausgestellt. Die Strafe, so Casper, sei „angemessen und geeignet, Unternehmen von Verletzungen der Privatsphäre ihrer Beschäftigten abzuschrecken“.

Die bisher höchste verhängte Strafe war mit 14,5 Mio. Euro gegen die Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen SE verhängt worden.