Die Kommunikation via WhatsApp ist datenschutzrechtlich äußerst kritisch zu sehen.

Der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Ulrich Kelber, weist in einem Schreiben an alle Bundesministerien und obersten Bundesbörden noch einmal ausdrücklich auf das Nutzungsverbot des Chat-Dienstes WhatsApp hin: „Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass der Einsatz von WhatsApp für eine Bundesbehörde ausgeschlossen ist.“ so Kelber in seinem Rundschreiben.

Zwar räumt Kelber ein, dass WhatsApp die Inhalte der Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt, allerdings fallen bei jeder Nachricht auch Metadaten an. Dazu gehören z.B. Standortdaten, die Identität von Sender und Empfänger, Datum, Uhrzeit und Größe der versendeten Nachricht. Der Bundesdatenschutzbeauftragte geht davon aus, dass diese Metadaten unmittelbar an Facebook weitergegeben werden. Kelber kritisiert, dass es die Behörden versäumt hätten, einen datenschutzfreundlichen Dienst zu etablieren.

Das Verbot von WhatsApp zur dienstlichen Kommunikation und Übermittlung personenbezogener Daten betrifft selbstverständlich auch Verbände. FORUM DC unterstützt Verbände jederzeit bei der datenschutzrechtlichen Prüfung ihrer Kommunikation.