Die Deutsche Wohnen SE hat nach Einschätzung der Berliner Datenschutzbeauftragten Maja Smoltczyk eklatant gegen Artikel 25 Abs. 1 DSGVO sowie Artikel 5 DSGVO verstoßen.

Das Unternehmen verwendet nach Angaben der Aufsichtsbehörde ein ungeeignetes Archivsystem. So war es nicht möglich, nicht mehr erforderliche Daten zu löschen. Bemängelt wurde dies mehrfach vorher, zuletzt im März 2019. Bei den betroffenen Daten handelt es sich z.B. um Selbstauskunftsformulare, Gehaltsbescheinigungen oder Kontoauszüge.

Eklatanter Verstoß gegen die Grundsätze des Datenschutzes

Die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk dazu „Datenfriedhöfe, wie wir sie bei der Deutsche Wohnen SE vorgefunden haben, begegnen uns in der Aufsichtspraxis leider häufig. Die Brisanz solcher Missstände wird uns leider immer erst dann deutlich vor Augen geführt, wenn es, etwa durch Cyberangriffe, zu missbräuchlichen Zugriffen auf die massenhaft gehorteten Daten gekommen ist. Aber auch ohne solch schwerwiegende Folgen haben wir es hierbei mit einem eklatanten Verstoß gegen die Grundsätze des Datenschutzes zu tun“.

Die Deutsche Wohnen SE will die Millionenstrafe nicht akzeptieren und Widerspruch eingelegt.